Vortrag: Dieter Bender, Entwicklung der Gewerkschaft der Tabakarbeiter in der mittelhessischen Region


Der OHG lädt herzlich ein zu einem

Vortrag am Mittwoch, 24. Oktober 2018 um 19 Uhr im Netanya-Saal im Alten Schloss am Brandplatz.

Die Wintervortragsreihe des Oberhessischen Geschichtsvereins Gießen (OHG) startet am Mittwoch, den 24. Oktober am gewohnten Ort, dem Netanya-Saal im Alten Schloss am Brandplatz, und zur gewohnten Zeit, um 19 Uhr. Referent ist Dieter Bender aus Wettenberg, er berichtet über “Die Entwicklung der Gewerkschaft der Tabakarbeiter in der mittelhessischen Region”.

Arbeiter der Tabakfabrik Noll in Launsbach. Quelle: Historischer Bildband Wettenberg, Dr. Jürgen Leib, Wettenberg 1991

Die Tabakindustrie gehörte zu den Vorreitern der Industrialisierung Gießens und breitete sich von dort in die kleinbäuerlich geprägten Dörfer Mittelhessens aus. Auch in den „roten“ Hochburgen des östlichen Teils des Kreises Wetzlar, wo die Sozialdemokratie bei ihren ersten Kandidaturen ab 1890 aus dem Stand Ergebnisse von 50% bis 90% bekam, waren die Zigarrenfabriken der mit Abstand größte Arbeitgeber.

1906 fand der erste Arbeitskampf in der Tabakindustrie der Region statt und betraf mit Wieseck und Launsbach zwei “rote Dörfer”. Dennoch sind die bisher bekannten Spuren der Tabakarbeitergewerkschaft spärlich. Bei der Spurensuche nach den Anfängen der Arbeiterbewegung in Krofdorf-Gleiberg führen wichtige Spuren auch nach Gießen. Die Frage, welche Rolle die Tabakarbeiter-Gewerkschaft hierbei spielte, ist eng verbunden mit der Entwicklung der Arbeiterbewegung in ihrer Gesamtheit.

Recherchiert hat der Referent in den noch zugänglichen Zeitungen und Veröffentlichungen der Tabakarbeitergewerkschaft sowie der frühen Organisationen der Arbeiterbewegung, außerdem Unterlagen in den Staatsarchiven Wiesbaden und Koblenz.

Auch Nicht-Mitglieder sind stets willkommen. Es wird kein Eintritt erhoben, Spenden sind willkommen.

Bitte beachten Sie auch unser aktuelles Vortragsprogramm.

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„Und in allen Gegensätzen steht ...

... – unerschütterlich, ohne Fahne, ohne Leierkasten, ohne Sentimentalität und ohne gezücktes Schwert – die stille Liebe zu unserer Heimat.“ (Kurt Tucholsky)