s

Vortrag (07.02.2024): Prof. Dr. Hannah Ahlheim (Uni Gießen): "Lokale Erinnerungskultur – Konflikte und Chancen der „Aufarbeitung“ von Vergangenheit vor Ort"


Der OHG lädt herzlich ein zu einem

Vortrag am Mittwoch, 7. Februar 2024 um 19 Uhr
im Netanya-Saal im Alten Schloss am Brandplatz.

Hannah Ahlheim ist seit 2018 Professorin für Zeitgeschichte am Historischen Institut der Universität Gießen. Beim OHG referiert sie über „Lokale Erinnerungskultur – Konflikte und Chancen der „Aufarbeitung“ von Vergangenheit vor Ort“.

Die Erinnerung an Geschichte, vor allem an die Verbrechen des Nationalsozialismus, spielt auch in Gießen eine große Rolle. Täglich passieren wir auf dem Weg zur Arbeit oder beim Bummeln durch die Innenstadt zahlreiche Denkmäler, Gedenktafeln und Gedenkorte, Gießener Köpfe oder Stolpersteine. Manche dieser kleinen Orte, an denen Vergangenheit erzählt und erinnert werden soll, sind viel diskutiert und werden auf- und ausgebaut. Andere sind selbst schon wieder 'historische' Orte mit einer eigenen, fast vergessenen Geschichte. In dem Vortrag möchte die Referentin an Beispielen aus dem Gießener Raum diskutieren, wie aktive Erinnerungsarbeit aussehen und welche Probleme die wachsende und vielfältige 'Erinnerungslandschaft' für einen kritischen Umgang mit Geschichte bereiten kann.

Hannah Ahlheim ist seit 2018 Professorin für Zeitgeschichte am Historischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie studierte Geschichte und Theaterwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, wurde 2008 an der Ruhr-Universität Bochum promoviert. Thema ihrer Dissertation: »Deutsche, kauft nicht bei Juden!« Antisemitismus und politischer Boykott 1924-1935. Ihre Habilitation erfolgte 2016 an der Universität Göttingen mit der Arbeit "Der Traum vom Schlaf. Wissen, Optimierungsphantasien und Widerständigkeit". Es folgte eine Vertretungsprofessur in Potsdam, wo sie auch Mitarbeiterin des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung war. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Geschichte des Nationalsozialismus und des Antisemitismus, Geschichte der Erinnerungskultur, Wissens- und Gesellschaftsgeschichte von Schlaf und Traum. Sie ist Mitherausgeberin der "Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus", der Zeitschrift "Body Politics" und der Reihe "Zeitgeschichte" beim Campus-Verlag.

Auch Nicht-Mitglieder sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.

Bitte beachten Sie auch unseren Flyer mit Vortrags- und Exkursionsprogramm 2023/24.

Zurück zu Aktuelles

„Und in allen Gegensätzen steht ...

... – unerschütterlich, ohne Fahne, ohne Leierkasten, ohne Sentimentalität und ohne gezücktes Schwert – die stille Liebe zu unserer Heimat.“ (Kurt Tucholsky)